Arealentwicklung Chlifeld, Sursee | GKS Architekten AG
Das Baufeld «Chlifeld» liegt in einem dispersen städtebaulichen Umfeld. Im Norden grenzen vorwiegend gewerblich genutzte Bereiche an die Liegenschaften. Gesäumt durch einen bestehenden Grüngürtel stösst das Baufeld im Süden direkt an die emissionsreiche Ringstrasse. Westseitig orientiert sich das Grundstück Richtung SBB-Geleise und bildet den Auftakt der neuen Überbauung.
Zwei unterschiedliche Gebäudevolumen definieren präzise einen ruhigen und gemeinschaftlichen Hofbereich. Dieser Binnenraum steht der umgebenden Aussenwelt konträr gegenüber und schafft für die Bewohnenden eine lärmabgewandte Wohnwelt und grüne Begegnungsräume. Der achtgeschossige Kopfbau hat Solitärcharakter und wird zum markanten Stadtbaustein. Das sechsgeschossige U-förmige Gebäude definiert den Hof und schützt diesen vor den Schallemissionen der südlichen Ringstrasse. Im Sockelgeschoss sind entlang der Industriestrasse Dienstleistungsflächen und Büronutzungen vorgesehen. Westseitig, zum Grüngürtel hin orientiert, sollen Ateliers, Wohnateliers und ein gemeinschaftlich genutzter Veranstaltungsraum die Überbauung zusätzlich aufwerten. In den Obergeschossen beider Häuser sind insgesamt 73 Wohnungen geplant. Die unterschiedlichen Durchgänge führen zur erwünschten Durchwegung des Hofes.
Die Überbauung auf dem Areal «Chlifeld» ist von einer wohnlichen Urbanität geprägt. Die Materialien sind warm, weich und haptisch. Sie stellen bewusst einen Kontrast zum gebauten Umfeld dar. Die Fassadengestaltung zeichnet sich durch eine klare vertikale Gliederung und horizontale Gesimse aus – geprägt von der direkten Umgebung mit Vorplatz, Strasse und Hof. Vertikale Fensterreihen gliedern die Fassaden in regelmässigen Abständen, wodurch eine elegante Erscheinung entsteht. Die Figuren verweben sich optimal zu einem übergeordneten Ganzen, und bilden zusammen einen gemeinsamen Freiraum im Innenhof.
Die Neubauten werden gemäss dem MINERGIE®-P Standard errichtet und zertifiziert. Der Energiebedarf für die Erstellung (Graue Energie) wird optimiert. Diese Bauweise verbessert nicht nur die Energieeffizienz, sondern trägt auch wesentlich zur Steigerung der baulichen Qualität und des Wohnkomforts bei. Das gesamte Bauprojekt wird an das Fernwärmenetz Sursee angeschlossen. Weiter ist vorgesehen, die Dachflächen mit Photovoltaikanlagen zur Eigenstromgewinnung auszustatten.
Ort: Industriestrasse / Buchenstrasse, Sursee LU
Auftraggeber: WSG Development, Glattbrugg
Nutzung: 73 Wohneinheiten, Büro- und Gewerbeflächen
Landschaftsarchitektur: freiraumarchitektur, Luzern