Wettbewerb Bodluv Ausbildungsgebäude, Emmen | GKS Architekten AG

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Wettbewerb Bodluv Ausbildungsgebäude Emmen

Im Rahmen eines Gesamleistungswettbewerbs ist auf dem Waffenplatz Emmen ein neues Ausbildungsgebäude mit Ausbildungsplätzen und Umgebungsflächen geplant. Die volumetrische Setzung der beiden neuen Baukörper orientiert sich am Waldrand. Diese Konzentration der Bebauung auf den nördlichen Bereich des Areals befreit den südlichen Übergang zur Landschaft von Baustrukturen. Gleichzeitig wird das Potenzial für eine zukünftige Erweiterung und Wandelbarkeit beider Volumina geschaffen. Die Aufteilung der Räume auf die Hallenbauten folgt der Trennung der Nutzer. Die Militärs der Luftwaffe (LW) nutzen das Langgebäude und die Logistikbasis der Armee (LBA) das Annexgebäude.

Zwischen den Hallenbauten wird ein funktionaler Verkehrsraum aufgespannt, der die Anlage als zentraler Platz prägt. Mit dieser Anordnung kann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen bebautem und unbebautem Raum erreicht sowie eine attraktive Nutzung sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich gewährleistet werden. Dieses Bebauungskonzept besticht durch seine räumlichen Qualitäten und durch die effiziente sowie funktionale Organisation der Anlage.

Die Fassade gliedert sich in einem kleinteiligen Raster, welcher sich vom Terrain bis zur Unterkante des Dachs erstreckt. Der Raster wir durch vorspringende Lisenen erkennbar. Dazwischen sind örtlich, und nur wo nötig, Fensteröffnungen vorgesehen. Auf der dem Platz zugewandten Seite sind grosszügige Öffnungen und ein Vordach projektiert. Die Fassade ist mit Hub-Toren und darüber gesetzten Verglasungen bis unter das Vordach versehen. Dadurch kann die geschlossene und starre Struktur aufgebrochen und eine offene Atmosphäre zum Platz geschaffen werden.

Die Baukörper sind als Hybridbauten konzipiert, wobei das Prinzip der Material-Gerechtigkeit anstelle der Material-Reinheit verfolgt wird. Das bedeutet, dass jedes Material entsprechend seinen besten Eigenschaften und dort, wo es den grössten Effekt erzielen kann, eingesetzt wird. So ergibt sich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beton-, Holz- und Stahl-Bauteilen. Das Fundament mit den Treppenhäusern aus Beton, der Tragstruktur aus Stahl und sämtlichen Wandausfachungen aus Holzelementen, ermöglichen eine stabile und leichte Konstruktion. Sie ist einfach und schnell zu bauen, aber auch genauso gut rückbaubar.

«BINOM»
Wettbewerb Bodluv Ausbildungsgebäude, Emmen
2023, 6. Rang

Auftraggeberin:
Eidgenössisches Departement VBS
armasuisse Immobilien, Fachbereich Baumanagement Ost

Totalunternehmerin: HRS Real Estate, Kriens
Landschaftsarchitektur: Fahrni Landschaftsarchitekten, Luzern
Bauingenieur: Wismer Partner, Rotkreuz
Bauphysik: Kopitsis Bauphysik, Wohlen
Verkehrsplanung: IBV Hüsler, Zürich
Gebäudetechnik: Jobst Willers Engineering, Zürich
Elektroplanung, Brandschutz: HHM, Zug