EMSO | GKS Architekten AG

EMSO1 EMSO1
EMSO2 EMSO2
EMSO_Schwarzplan EMSO_Schwarzplan
EMSO_Situation EMSO_Situation
EMSO_EG EMSO_EG
EMSO_OG EMSO_OG
EMSO_Regelgeschoss EMSO_Regelgeschoss
EMSO_UG EMSO_UG
EMSO_Schnitt1 EMSO_Schnitt1
EMSO_Schnitt2 EMSO_Schnitt2
EMSO_Schnitt3 EMSO_Schnitt3
ESMO_Fassade ESMO_Fassade
Studienauftrag Sonnenhof Südwest Emmen

Zwischen grossmassstäblichen Bauten im Süden und der Gartensiedlung im Norden spannt sich eine dreiecksförmige, nur lose bebaute Freifläche auf. Zwei rechtwinklig zueinander gesetzte Baukörper orientieren sich in ihrer Geometrie und Lage an der nordöstlichen Grenze. Durch die Teilung der Baumasse gliedern sich die mittelgrossen Volumina gut in den Kontext ein. Die Häuser nehmen die Geometrien der angrenzenden Siedlungen auf, überführen diese aber mit ihren schräggestellten Erker- und Balkonfassaden in eine neue, eigenständige Formensprache. Sie entwickeln zusammen mit der Gartenlandschaft eine selbstständige, aber bewusst zurückhaltende Identität.

Beide Neubauten sind sich typologisch ähnlich, reagieren jedoch in der Ausformulierung subtil auf ihre jeweilige Ausrichtung und Lagequalität. Zwei Treppenkerne erschliessen in der Gebäudemitte zweispännig vier Wohnungen pro Geschoss. Die Wohnungen sind dadurch zwei- oder dreiseitig ausgerichtet und belichtet. Die Fassadengestaltung widerspiegelt das konzeptionelle «dazwischen». Die Bauten wirken pavillonartig leicht und scheinen aus dem zusammenhängenden und prägenden Grünraum zu wachsen. Ihr filigraner Charakter erinnert eher an Gebäude der Landschaft, des Gartens und die verwendeten Materialien verkörpern diesen Ausdruckswillen. Die Fassaden sind vertikal strukturiert und die erkerartigen Balkone in diesen Rhythmus eingebunden.

Durch die winkelförmige Situierung der Gebäude entsteht ein hofartiger Raum. Dieser funktioniert als zentraler Spiel- und Begegnungsraum. Die durchgängigen Grünstrukturen der angrenzenden Gartenstadtbebauung werden durch einen zentralen Hofbereich ergänzt, der die Neubauten behutsam in das bestehende Gefüge einbindet. Im Norden setzt sich die Gartenstadt über die Parzellengrenze hinweg fort; bestehende Kleinstrukturen werden weiterentwickelt und durch private sowie gemeinschaftliche Nutzgärten ergänzt. So erhalten die neuen Bewohner/-innen die Möglichkeit, aktiv Teil der Gartenstadt zu werden.

Der Hof folgt der Topografie und wird entsprechend dem abfallenden Gelände terrassiert. Die obere Ebene dient dem Aufenthalt mit Ausblick, während knorrige, breit wachsende Ebereschen in Ruderalvegetation ruhige Rückzugsorte abseits der belebten Bereiche schaffen. Die zentrale Terrasse bildet den gemeinschaftlichen Schwerpunkt mit Spielplatz, Spielrasen und Kletterbäumen für unterschiedliche Altersgruppen. Der Gemeinschaftsraum ist direkt über eine Kiesfläche an den Freiraum angebunden. Eine Linde markiert als prägendes Element den zentralen Treffpunkt mit Sitzgelegenheiten und Tischtennis.

«Dazwischen»
Studienauftrag Sonnenhof Südwest, Emmen
2024, 2. Rang

Auftraggeberin: Romano & Christen Management AG, Luzern
Landschaftsarchitektur: Landformen AG, Kriens
Visualisierung: PYXEL GmbH, Luzern