Überbauung Halte, Ebikon | GKS Architekten AG
Das Areal liegt nahe dem Dorfzentrum Ebikon, dem Bahnhof sowie dem Naherholungsgebiet an der Ron. Der geöffnete Siedlungsbach bildet die Mitte der neuen Bebauung und unterteilt die Siedlung in zwei Baubereiche: In einen gewerblichen Bereich im Osten und in einen Wohnbereich im Westen, mit ausgedehnten Grün- und Wiesenflächen. Die Gebäude reagieren auf die anspruchsvolle Topografie, indem sie sich in unterschiedlichen Höhenlagen leicht versetzt positionieren und so die Hangneigung auf natürliche Weise aufnehmen. Die scheinbar freie Anordnung der Baukörper folgt einer präzisen Abstimmung auf Belichtung, Adressbildung, Barrierefreiheit, Privatheit und räumliche Wirkung. In der Arbeitszone markiert ein Solitär an der Ron den Auftakt zur Siedlung und tritt in einen gestalterischen Dialog mit einem Längsbau, der den Lärm abschirmt. Der Punktbau am Rand der Arbeitszone markiert den Abschluss zum angrenzenden Waldrand und reagiert auf das erhaltenswerte Gebäude.
Die Wohnzone wird durch zwei optimal ausgerichtete Längsbauten definiert, die eine bestmögliche Belichtung und Aussicht gewährleisten. Die in der Höhe gestaffelte Setzung der Häuser ermöglicht für alle Wohneinheiten eine uneingeschränkte Fernsicht, ohne direkte Einblicke in die Nachbarschaft. Durch die zweiseitige Orientierung werden ideale Bedingungen für die natürliche Belichtung mit Morgen- und Abendsonne geschaffen.
Das bestehende, erhaltenswerte Gebäude wird in das neue Ensemble integriert und über einen neu geschaffenen Ankunftsbereich mit Besucherparkplätzen angebunden. Die Wege sind grosszügig, durchlässig und bleiben verkehrsfrei, private Aussenräume werden bewusst im Gebäudebereich angeboten. Eine neue Fuss- und Velobrücke führt über die Ron an einen grosszügigen Platz und bildet den Auftakt zur Wohnsiedlung vom Bahnhof her.
Die Fassade nimmt die Farbgebung der umliegenden Natur auf und schafft so einen harmonischen Übergang zur Landschaft und Topografie. Sie besteht aus einem zweischaligen Mauerwerk mit Klinker in unterschiedlichen Tönen, was jedem Gebäude eine individuelle Charakteristik und Ausstrahlung verleiht und sich gleichzeitig gut mit dem angrenzenden Naturraum aber auch der bäuerlichen Vergangenheit des Ortes ergänzt.